
Hamed und Hani Paritaghinejad waren zwei Brüder. Hamed war in der vierten Klasse, Hani in der zweiten.
Ihr Vater sagt: „Wir drei waren Freunde. Wir haben zusammen Fußball und PlayStation gespielt. Der Klang, wie sie mich ‚Baba‘ nannten, wird immer in meinen Ohren bleiben.“
Er sagt, er habe ihnen an jenem Morgen wie gewohnt Frühstück gemacht und sie dann zur Schule gebracht. Gegen 11 Uhr rief die Schule an und sagte, dass wegen der Kriegslage die Familien kommen und ihre Kinder nach Hause holen sollten.
„Ich war auf dem Weg, als sie die Schule trafen“, sagt er.
Mit Trauer erinnert sich ihr Vater, dass sie erst am Tag zuvor von morgens bis abends zusammen unterwegs gewesen waren und ihre Zeit genossen hatten. Sie waren Moment für Moment zusammen. Es waren immer die drei.
„Selbst jetzt, wenn sie zu mir in meine Träume kommen, kommen sie zusammen“, sagt er. „Nach Hamed und Hani ist das Leben für mich kein Leben mehr. Die Bilder, die wir in der Schule gesehen haben, werden sich nie aus unseren Gedanken löschen.“
Die Worte ihrer Mutter nach ihrem Märtyrertod waren nicht nur Worte der Trauer. Sie waren auch ein Flehen für die Kinder, die überlebt hatten. Sie fragte, welchen Anteil an Glück und Spiel die Kinder von Minab noch hätten. Der Schmerz und die Angst, die nach einer solchen Katastrophe bleiben, sagte sie, könnten nicht allein durch steinerne Mauern geheilt werden. Eine verwundete Generation brauche einen Ort der Freude.
Ihr Wunsch war einfach und herzzerreißend: dass ein großer Vergnügungspark für die Kinder von Minab gebaut werde, ein Ort voller Licht, Bewegung, Lachen und positiver Begeisterung. Sie glaubte, dass die Seelen ihrer geliebten Hani und Hamed, und aller Schülermärtyrer der Stadt, getröstet würden, wenn sie sehen könnten, wie ihre früheren Spielkameraden wieder lächelten.
„Lasst nicht zu, dass der Traum von einem Vergnügungspark begraben wird“, sagte sie, „so wie die Träume meiner Kinder begraben wurden.“
Hamed und Hani wurden aus Minab genommen, aber die Stimme ihrer Mutter fordert noch immer Leben: dass den Kindern, die geblieben sind, das Recht zu lachen zurückgegeben werde.