
Parham Ranjbari war 9 Jahre alt und in der zweiten Klasse. Seine Schwester, ein Jahr älter als er, besuchte dieselbe Schule.
Am Tag des Angriffs rief die Schule seinen Vater an und sagte ihm, er solle kommen und Parham nach Hause holen. Sein Vater war in Bandar Abbas (100 km entfernt), also rief er den Schulfahrer an. Der Fahrer holte Parhams Schwester ab und brachte sie nach Hause. Aber als er zurückkam, um Parham zu holen, war die Schule bereits bombardiert worden.
Parham wurde später im Krankenhaus identifiziert. Sein Vater sagt, sein Bein sei verletzt gewesen, und er habe einen Schlag auf den Hinterkopf erlitten. Das Krankenhaus, erinnert er sich, sei wie Karbala gewesen.
Seit jenem Tag ist das Leben der Familie gebrochen geblieben. Parhams Schwester weint und sagt, sie wolle ihren Bruder. Seine Mutter bittet jeden Tag darum, zu ihm gebracht zu werden. Ihr Zuhause ist mit dem Friedhof verbunden geworden, denn dort ist Parham jetzt.
Sein Vater erinnert sich an ihn als ein fröhliches Kind, das immer lächelte und von Verwandten und Freunden geliebt wurde. Wenn Gäste ins Haus kamen, half Parham bei der Arbeit. Er und sein Vater gingen gemeinsam zum Friseur. Der Friseur erinnerte sich, wie sein Vater ihn küsste und wie seine Schwester stolz sagte: „Das ist mein Bruder.“
Jetzt bleibt dieser Satz, aber der Bruder kehrt nicht zurück.