
Mohammad Taha Jafari war Viertklässler.
Sein Vater und seine Mutter gingen mehr als siebenmal zur Gerichtsmedizin und zu den Leichenhallen. Einmal erhielten sie eine Schultasche und wurde ihnen gesagt, dies sei alles, was von Mohammad Taha übrig geblieben sei.
Es gab keine Spur von ihm. Eine Zeit lang dachte die Familie sogar, Mohammad Taha habe vielleicht ein psychisches Trauma erlitten und jemand habe ihn mitgenommen. In jedem Moment warteten sie darauf, dass jemand käme und sagte: „Ihr Mohammad Taha ist bei mir.“
Aber niemand kam mit einer solchen Nachricht.
Nach einem Monat wurde ihnen, nur durch einen DNA-Test, ein fast vollständig zerstörter Körper als Mohammad Taha übergeben.
Einen Monat lang lebte seine Familie zwischen Hoffnung und Schrecken: eine Schultasche in ihren Händen, kein Kind zum Festhalten, und keine Gewissheit, um ihre Herzen zur Ruhe zu bringen. Am Ende kehrte zu ihnen nicht der Sohn zurück, den sie gesucht hatten, sondern das Ergebnis eines Tests, ein Name, der an Überreste geheftet war, und die unerträgliche Wahrheit, dass Mohammad Taha nie aus dem Leben verschwunden war; er war ihm genommen worden.