
Esra Farahizadeh war Erstklässlerin.
Ihre Mutter sagt, dass Esra am Tag des Angriffs krank war. „Ich habe ihr Medizin gegeben“, sagt sie, „und sie dann zur Schule geschickt.“
Ihr Vater, der als Beamter der Wasserschutzpolizei diente, sagt:
„Ich war im Dienst, als sie anriefen und uns sagten, die Schule meiner Tochter sei angegriffen worden.“
Er sagt, er sei der erste Polizist gewesen, der die Schule erreichte.
„Ich habe sofort per Funk Krankenwagen und Rettungskräfte angefordert.“
Ein paar Tage nach dem Vorfall rief die Bildungsbehörde ihn an und bat ihn, Esras Ohrringe abzuholen. Unter Esras Sachen befand sich auch eine Halskette, die er nicht wiedererkannte.
„Als ich sie meiner Frau zeigte“, sagt er, „erzählte sie mir: Esra sei ihr im Traum erschienen und habe gesagt: ‚Sag meinem Vater, er soll nicht weinen. Sag ihm, er soll sich nicht quälen. Ich schicke ihm ein Geschenk.‘“
Ein paar Tage später, als sie Fotos auf ihrem Telefon durchsahen, entdeckten sie dieselbe Halskette auf den Bildern. Sie waren überrascht. Da verstanden sie, dass dies die Halskette war, von der Esra gesprochen hatte.
Esras Geschichte erreicht uns durch kleine, schmerzhafte Details: Medizin, die vor der Schule gegeben wurde, ein Vater, der vom Dienst zu den Trümmern des Klassenzimmers seiner Tochter gerufen wurde, Ohrringe, die nach dem Tod zurückgegeben wurden, und eine Halskette, die für ihre trauernden Eltern zum letzten Zeichen eines Kindes wurde, das noch immer durch Erinnerung und Traum zu ihnen spricht.