
Ahmadreza und Javad Sartakzadeh waren zwei Brüder. Ahmadreza ging in die fünfte, Javad in die zweite Klasse.
Ihre Mutter erinnert sich an den Tag des Angriffs, den 28. Februar, als den Tag, an dem ihr Leben zerbrach. Als sie sich der Shajareh-Tayyebeh-Schule in Minab näherte, trugen ihre Beine sie nicht mehr weiter. Der Teil der Schule, in dem die Klassenzimmer ihrer Söhne gewesen waren, war dem Erdboden gleichgemacht.
Dann sah sie die Körper ihrer Kinder, in Stücke gerissen.
Fünfzig Tage lang konnte sie danach, wie sie sagt, weder schlafen noch essen. Es gibt keinen Frieden mehr für sie. Ihr einziger Wunsch ist einfach und zugleich unmöglich: ihre Söhne noch einmal in den Armen zu halten.
„Ich vermisse sie so sehr“, sagt sie.
Ahmadreza und Javad waren Brüder im Leben, und im Tod wurden sie Teil derselben Wunde: zwei Söhne, die einer Mutter genommen wurden, zwei Schuljungen, die gemeinsam nach Hause hätten zurückkehren sollen.