
Reza Habashian war Zweitklässler.
Rezas Mutter sagt:
„Zuerst wusste ich es nicht, weil sein Vater mir nicht gesagt hatte, was geschehen war. Aber jetzt denke ich, dass, weil mein Reza Abbas ibn Ali so sehr liebte, nur seine linke Hand von Granatsplittern getroffen wurde. Weil Abolfazl Abbas den Wasserschlauch in seiner Hand hielt.“
Auf den Bildern im Fernsehen ist eine Hand zu sehen, die gefunden und der Kamera gezeigt wurde.
Rezas Mutter fährt fort:
„Meine Mutter war letztes Jahr zu Beginn des Ramadan nach Karbala gefahren. Weil Reza unser einziges Kind war, und weil er besonders war und sie ihn sehr liebte, rief sie an und fragte: ‚Was soll ich dir mitbringen? Welches Spielzeug magst du?‘
Reza sagte: ‚Ich will nichts. Ich habe viele Spielsachen, Großmutter Maryam. Bring mir den Wasserschlauch von Abbas, und ich mag die Kleidung von Ali Asghar.‘“
Mit einem Kloß im Hals sagt seine Mutter, sie habe sie nun als Andenken auf seinem Bett aufbewahrt.
Während der ersten zehn Tage des Muharram, als sie Trauerzeremonien abhielten, liebte Reza dieses Kostüm. Mit dem Wasserschlauch verteilte er Wasser unter den Kindern und bat seine Mutter, ein wenig Rosenwasser hineinzugießen.
„Rezas Art war ganz besonders“, sagt seine Mutter. „Ganz besonders.“
Dann zeigt sie Rezas Handschrift in seinem Heft und liest vor, was er geschrieben hatte:
„Hallo Imam Reza, ich vermisse dich. Ich möchte, dass du meinem Vater und meiner Mutter Gesundheit schenkst. Ich bete, dass ich dich so bald wie möglich besuchen kann.“
Seine Cousine Sana, die an derselben Grundschule Fünftklässlerin war, überlebte den Angriff ebenfalls. Sie sagt:
„Nachdem ich das Geräusch der Explosion gehört hatte, spürte ich plötzlich, wie der Boden unter mir verschwand. Ich fiel, und bei diesem Vorfall wurden meine Hände verbrannt.“
Sie sagt, drei ihrer Freundinnen seien zu Märtyrerinnen geworden. Sie zeigt die Bilder der Märtyrer und sagt:
„Ich sehe hier die Gesichter meiner Freundinnen.“